"Nichts ist beständiger als die Veränderung."

Burgkirchen a.d.Alz

"Nichts ist beständiger als die Veränderung."

Dieses Sprichwort trifft in besonderem Maße auf die Gemeinde Burgkirchen a.d.Alz zu.
Aus der dörflichen Landgemeinde mit etwa 400 Einwohnern entwickelte sich in den letzten 65 Jahren eine Industriegemeinde mit heute knapp 11.000 Einwohnern. Attraktive Wohngebiete, moderne Sport- und Freizeiteinrichtungen, der Industriepark des Chemiewerkes Gendorf und vielfältige Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe prägen das heutige Burgkirchen a.d.Alz. Die Sense, die über der Retorte im Gemeindewappen schwebt, symbolisiert diese Entwicklung. Wer das 46 km² große Gemeindegebiet betrachtet, dem kann nicht entgehen, dass das Symbol der Sense seine Bedeutung in der Gemeinde Burgkirchen a.d.Alz nicht verloren hat. Nach wie vor rahmt die bäuerliche Kulturlandschaft mit ihren stattlichen Bauernhöfen, Feldern, Wiesen und Wäldern die Siedlungsgebiete ein.


Die Entwicklung im 20. Jahrhundert umfasst jedoch nur einen Augenblick in der Besiedlungsgeschichte der Gemeinde. Archäologische Ausgrabungen und Bodenfunde bezeugen eine Besiedlung, die mehr als 6.000 Jahre in die Vergangenheit zurückreicht. Bereits im Jahr 790 taucht der Name Burgkirchen als "Pohkirch" erstmals in einem Güterverzeichnis auf, das Bischof Arno von Salzburg erstellen ließ. Nicht eine Burg, sondern die "Kirche bei den Buchen" gab den Namen. Bis 1817 gehörte Burgkirchen a.d.Alz zum Erzbistum Salzburg. Wenig Veränderung bringen die folgenden Jahrhunderte. Im 15. Jahrhundert werden die gotischen und später barockisierten Kirchen St. Mariä Himmelfahrt in Margarethenberg und St. Johann erbaut.


Mit der Neuordnung der Körperschaften und Herrschaftsbereiche in Bayern während der Ära Napoleons I. wird Burgkirchen im Jahr 1808 selbständige Gemeinde. 1871 zählt die Gemeinde 291 Einwohner und die Ortsmitte umfasst neben der Pfarrkirche St. Johann nur vier weitere Anwesen. Mit dem Bau der Eisenbahn und der Einrichtung einer eigenen Poststation im Jahr 1897 beginnt für Burgkirchen die Neuzeit und es beschleunigt sich der Wandel. Der Bau des Alzkanales in den Jahren 1916 bis 1922 brachte nicht nur reges Leben nach Burgkirchen, sondern schuf auch die Voraussetzung für die Industrialisierung.

Industrie

1939 wird mit dem Bau einer chemischen Fabrik auf gemeindefreiem Gebiet begonnen, die bereits im Mai 1941 die Produktion aufnimmt. Die Aufnahme vieler Heimatvertriebener und Flüchtlinge sowie die Demontage von Betriebsteilen und die drohende Schließung der chemischen Fabrik stellen die Landgemeinde vor schier unüberwindbare Probleme. Mit der Eingemeindung des Werksgeländes, des Ortsteiles Gendorf und der Übernahme des chemischen Werkes durch die Farbwerke Hoechst im Jahr 1955 begann der wirtschaftliche Aufschwung und eine zeitweise sprunghafte Entwicklung setzte ein. Zunächst galt es, Infrastruktureinrichtungen zu schaffen und geeignete Wohnbauflächen für den dringenden Wohnungsbedarf zu erhalten. Es folgten vielfältige Sport- und Freizeiteinrichtungen, die bis heute ihre Attraktivität nicht verloren haben.


Diese Entwicklung und die durch Alz, Alzterrassen und Halsbach getrennten Ortsteile veranlassten die Gemeinde Anfang der 70er Jahre einen Gemeindeentwicklungsplan erstellen zu lassen. Schnell stellte sich heraus, dass einer attraktiven Ortsmitte, die den Ortsteilen als Zentrum dient, Priorität eingeräumt werden sollte. Der erste Schritt dazu war die Umgestaltung der Oberen Ortsmitte von 1976 bis 1978. Der zweite Schritt erfolgte 1992 durch die Auslagerung der Hauptschule in den Ortsteil Holzen. Mit der Eröffnung des Bürgerzentrums 2005, der Fertigstellung des Max-Planck-Platzes und der Eröffnung verschiedener Geschäfte und Dienstleister im privaten Teil des Bürgerzentrums findet dieser Prozess seinen vorläufigen Abschluss. Das Bürgerzentrum wird das gesellschaftliche und kulturelle Leben Burgkirchens bereichern. Es eröffnet neue Möglichkeiten, die viele Jahre vermisst wurden. Die Ortsmitte umfasst jedoch mehr, als das Bürgerzentrum. Weitere private Investitionen werden folgen. Burgkirchen wird sich auch in Zukunft weiter verändern, denn...


"...nichts ist beständiger als die Veränderung".

Freizeit und Sport

Freizeitgestaltung und Sport besitzen einen hohen Stellenwert in Burgkirchen a.d.Alz. Großzügige Freizeit- und Sporteinrichtungen wie das beheizte Erlebnis-Freibad, die Kunsteishalle, das Alzstadion, verschiedene Wander-, Rad- und Themenwege (Planetenweg, Geschichtsweg, Mühlenweg und Naturlehrpfad), aber auch das Naherholungsgebiet Halsbachtal laden zur Erholung, Entspannung und aktiven Freizeitgestaltung ein.

Kultur- und Kommunikationszentrum

Schon während seiner Bauzeit zieht die moderne Architektur des Burgkirchner Bürgerzentrums die Blicke auf sich. Mit der Eröffnung des Bürgerzentrums im Mai 2005 wird die Alzgemeinde eine beachtliche Bereicherung ihres gesellschaftlichen, ihres wirtschaftlichen und auch ihres kulturellen Lebens erfahren.


Denn die äußerst flexiblen Veranstaltungsmöglichkeiten, die das Haus insbesondere mit seinem großen Saal und auch seinen Seminarräumen bietet, sowie die Konzentration von Musikschule, Bibliothek, Mutter-Kind-Gruppen und einer modernen Gastronomie unter einem Dach, lassen in der neuen Burgkirchner Ortsmitte ein unverwechselbares Kultur- und Kommunikationszentrum entstehen. Das Bürgerzentrum verdankt seine moderne und Aufsehen erregende Form den Planungen des Architekten Horst Biesterfeld wie auch denen seiner Kollegen Manfred Brennecke, Christof Illig, Michael Leidl, Florian Riesinger und Thomas Richter. Der umliegende und neugestaltete Max-Planck-Platz wurde von den Arc-Architekten und dem Landschaftsarchitekten Prof. Hermann Brenner konzipiert.

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